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Computer und KI in der Beratung – Bradford VTS
Kommunikationsfähigkeit

Computer und KI in der Beratung

Ja, man kann gleichzeitig tippen und zuhören. Nein, ohne Anleitung geht es nicht richtig. Und ja, es gibt jetzt eine KI, die helfen will – aber lesen Sie vorher das Kleingedruckte.

🎯 Hochprofitable Tipps für AKT & SCA 💡 Wissen, das man nirgendwo sonst findet 👥 Für Auszubildende, Ausbilder und TPDs

Zuletzt aktualisiert: April 2026

🔗 Webressourcen

Eine sorgfältig zusammengestellte Mischung aus offiziellen Leitlinien und praxisnahen Fortbildungsressourcen für Allgemeinmediziner. Denn manchmal verbergen sich die wertvollsten Erkenntnisse nicht in den offiziellen Dokumenten.

Kernlehrmaterialien

▶ Bradford VTS: Schulungsvideos zum Thema Computer in der Sprechstunde

Die originale fünfteilige Bradford VTS-Videoserie – mit Themen wie Raumgestaltung, Beschilderung, Aufmerksamkeitsmanagement und gemeinsamer Bildschirmnutzung. Die Inhalte sind zeitlos. Sehen Sie sich alle fünf Teile an.

GP-Training.net: Computer in der Sprechstunde

Umfassendes Portal mit Calgary-Cambridge-Prinzipien, kompetenzorientiertem Ansatz und Unterrichtsideen.

Calgary Cambridge Computerkenntnisse

Detaillierte Anleitung zur Anwendung des Calgary-Cambridge-Rahmenwerks speziell für die Computernutzung.

Kompetenzorientierter Ansatz – Hinweise für Ausbilder

Eine auf Trainer ausgerichtete Ressource zur effektiven Strukturierung von Beratungsgesprächen rund um den Computereinsatz.

Unterrichtsideen für die Computerberatung

Workshop-Ideen und Übungen für Trainer, die mit ihren Auszubildenden den Computereinsatz erkunden möchten.

RCGP & Offizielle Richtlinien

RCGP: Künstliche Intelligenz in der Allgemeinmedizin

RCGP-Positionspapier zu KI in der Allgemeinmedizin – unbedingt lesenswert für den Kontext.

NHS England: Leitfaden für KI-gestütztes Ambient Scribing (2025)

Offizielle NHSE-Richtlinien zum Einsatz von KI-gestützten Schreibern in der Primärversorgung – einschließlich Governance-Anforderungen.

Gute medizinische Praxis im Rahmen der GMC-Richtlinien

Relevant für die Einwilligung der Patienten, den Umgang mit Daten und die Berufsstandards im Bereich Technologie.

Auf dieser Seite erwähnte KI-Tools

Heidi Health – KI-gestützte medizinische Dokumentation

Der am weitesten verbreitete KI-gestützte Schreibassistent in britischen Allgemeinpraxen. Kostenlose Version für den täglichen klinischen Einsatz verfügbar.

Accurx Scribe (Tandem Health)

Integriert in Accurx – erreicht 98 % der Hausarztpraxen. MHRA-registriertes Medizinprodukt der Klasse I.

Tortus AI Scribe

Ambient Scribe mit einer großen NHS-Studie an neun Standorten – starke Evidenzbasis in Krankenhäusern und der Primärversorgung.

Learner+ KI-Reflexionstool – KSS-Pilotprojekt

Pilotprojekt zur KI-gestützten Reflexionspraxis für angehende Allgemeinmediziner – Studie mit 24 Teilnehmern unter Verwendung der CMEfy-Plattform.

🏥 Warum das in der Allgemeinmedizin wichtig ist

Weil der Computer immer da ist – und die meisten von uns nie gelernt haben, wie man ihn richtig bedient.

Die verborgene dritte Präsenz

Wenn ein Patient Ihr Sprechzimmer betritt, befinden sich drei Dinge im Raum: Sie, der Patient und der Computer. Die meisten Sprechstundenmodelle wurden entwickelt, bevor Computer allgegenwärtig waren. Sie konzentrieren sich auf die Arzt-Patienten-Beziehung – doch nun gibt es einen Bildschirm, der ebenfalls Ihre Aufmerksamkeit erfordert.

Wie Sie diesen Bildschirm verwalten, bereichert die Beratung oder Schäden Es gibt keinen neutralen Zustand. Jede Sekunde, die Sie auf den Bildschirm starren, ohne Ihre Aufmerksamkeit zu signalisieren, ist ein Moment, in dem sich der Patient ignoriert fühlt. Und ignorierte Patienten sind unzufriedene Patienten.

Warum Auszubildende hier Schwierigkeiten haben

Nur wenige medizinische Fakultäten lehren den Einsatz von Computern in der Patientenkonsultation. Die meisten angehenden Allgemeinmediziner haben in ihrer ersten Tätigkeit die Gesprächsführung ausschließlich durch menschliche Interaktion erlernt – ohne Bildschirm, ohne Tastatur, nur mit Blickkontakt und Zuhören.

Die Allgemeinmedizin ändert das schlagartig. Die Folge? Assistenzärzte begehen oft einen von zwei Fehlern: Entweder starren sie lange auf den Bildschirm (und verlieren dadurch jeglichen Kontakt zum Patienten) oder sie meiden den Computer komplett (und erstellen unzureichende Dokumentationen). Beides ist inakzeptabel. Es gibt einen dritten Weg – und der ist erlernbar.

💡 Insider-Tipp: Was Ihre Notizen über Sie aussagen

Bei Bradford VTS ist uns etwas Konstantes aufgefallen: Die Art und Weise, wie ein Auszubildender seine Konsultationsnotizen verfasst, spiegelt oft die Qualität seiner Konsultation selbst wider.Unstrukturierte, ausschweifende Notizen deuten meist auf ein unstrukturiertes Beratungsgespräch hin. Ordentliche, umfassende Notizen – die das aktuelle Problem, die relevante Anamnese, die Untersuchung, die Beurteilung und den Behandlungsplan abdecken – spiegeln in der Regel eine ähnlich strukturierte Arbeitsweise während des Gesprächs wider. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Beratungsgespräch verlaufen ist, schauen Sie sich im Nachhinein Ihre Notizen an. Sie geben Ihnen Aufschluss darüber, wie es gelaufen ist.

⚡ Kurzzusammenfassung – Ein-Minuten-Wiedergabe

Wenn Sie nur einen Abschnitt lesen, dann lesen Sie diesen. Das sind die wichtigsten Kernaussagen.

🖥️ Computer und KI in der Beratung – Kernpunkte

  • Der Computer ist eine dritte Präsenz im Raum – und es beeinträchtigt die Beziehung, wenn man ihn ignoriert.
  • Ziel für die gleichseitiges DreieckArzt, Patient und Bildschirm in gleichem Abstand
  • Sie können nicht gleichzeitig Ihre volle Aufmerksamkeit auf den Bildschirm UND den Patienten richten – planen Sie dies entsprechend ein.
  • Verbale Wegweiser teilt dem Patienten mit, worauf Ihre Aufmerksamkeit gerichtet war: „Ich möchte mir das kurz notieren…“
  • Nonverbale Signalgebung — wendet sich wieder dem Patienten zu und stellt den Blickkontakt wieder her — erhält die Beziehung aufrecht
  • Nutzen Sie natürliche Pausen im Beratungsgespräch zum Tippen – nicht während des Gesprächs des Patienten.
  • Der Bildschirm kann ein gemeinsam genutzte Ressource — Ergebnisse, Diagramme oder Broschüren zusammen präsentieren
  • Die Art und Weise, wie ein Praktikant seine Notizen verfasst, spiegelt oft seine Beratungspraxis wider – strukturierte Notizen = strukturiertes Denken
  • KI-Schreiber (z. B. Heidi) revolutionieren die Dokumentation in der britischen Allgemeinmedizin – 51 % Reduzierung des Dokumentationsaufwands während der Sprechstunde in großen Studien.
  • Bradford VTS ist der Ansicht: Auszubildende sollten kein Frontalunterricht. Nutzen Sie KI-gestützte Schreiber als Ersatz für die Entwicklung von Beratungsfähigkeiten – eignen Sie sich die Werkzeuge zuerst an.
  • AI können. von Auszubildenden als Reflexionsinstrument genutzt werden – Heidi passiv ausführen und zur Kritik der eigenen Arbeit verwenden
  • KI zum Lernen? Absolut – sie ist eines der leistungsstärksten Lernwerkzeuge, die es gibt, wenn sie richtig eingesetzt wird.

💻 Grundkenntnisse: Geschickter Umgang mit dem Computer

Der praktische Rahmen, um den Computer zu einem Gewinn und nicht zu einer Belastung zu machen.

📐 Raumgestaltung – Das Dreiecksprinzip

Das Allerwichtigste, was Sie vor Beginn einer Beratung tun können, ist, Ihre Arbeitsumgebung optimal vorzubereiten. Die meisten Computerprobleme im Beratungsraum sind auf eine mangelhafte Raumgestaltung zurückzuführen – nicht auf mangelnde Kompetenz.

ARZT Sie GEDULDIG neben dir SCREEN abgewinkelt Gleichseitig TRIANGLE Gleiche Abstände anstreben

Das Ziel: Ein gleichseitiges Dreieck

Positionieren Sie sich, den Patienten und den Bildschirm so, dass alle drei etwa gleich weit voneinander entfernt sind. Dadurch haben Sie den Bildschirm gut im Blick, ohne sich vollständig vom Patienten abwenden zu müssen.

Setup-TypVorteileNachteile
Bildschirm neben Ihnen, zum Patienten hin geneigt (Ideal) Natürliches Dreieck; Patient kann Bildschirm sehen; Informationen einfach teilen; minimale Körperdrehung erforderlich Erfordert etwas Vorbereitungsaufwand im Behandlungsraum; der Patient sieht alle Ihre Notizen.
Bildschirm direkt vor dem Patienten, daneben Vielen Ärzten bekannt. Sich dem Bildschirm zuwenden = sich vom Patienten abwenden; die Schultern signalisieren Abbruch.
Sichtschutz hinter dem Arzt, Patient blickt zum Arzt. Maximaler Fokus von Angesicht zu Angesicht Man muss sich um 180° drehen, um den Computer zu benutzen; umständlich und störend.

🔧 Praktischer Tipp: Verlängerungskabel

Wenn Ihre Raumaufteilung nicht optimal ist, verwenden Sie Verlängerungskabel für Bildschirm, Tastatur und Maus, um diese flexibler positionieren zu können. In den meisten Arztpraxen ist dies möglich. Es ist eine einfache Änderung mit großer Wirkung. Fragen Sie Ihren Praxismanager.

🧠 Das Problem der doppelten Aufmerksamkeit

Das ist die zentrale Wahrheit über den Computer in der Beratung: Man kann nicht zwei Informationsströmen gleichzeitig die volle Aufmerksamkeit widmen, insbesondere wenn beide Sprache betreffen.

Wenn Sie am Computer lesen oder tippen, ist Ihre Aufmerksamkeitskapazität für das Zuhören beim Patienten deutlich reduziert. Dies ist keine persönliche Schwäche, sondern ein Merkmal der menschlichen Kognition. Die Forschungsergebnisse des ursprünglichen iiCR-Projekts (Information in the Consulting Room) belegen dies eindeutig: Hausärzte, deren Aufmerksamkeit vollständig auf dem Bildschirm lag, nahmen die Aussagen ihrer Patienten konsequent nicht wahr oder reagierten nicht darauf.

Was Sie dagegen tun können

Identifizieren Sie natürliche Pausen im Beratungsgespräch, in denen das Tippen den Erzählfluss des Patienten nicht unterbricht.
Machen Sie deutlich – verbal und nonverbal – darauf aufmerksam, wenn sich Ihre Aufmerksamkeit dem Bildschirm zuwendet.
Schauen Sie den Patienten wieder an und stellen Sie den Blickkontakt wieder her, bevor Sie das Gespräch fortsetzen.
Teilen Sie Ihre Tastaturarbeit in kurze Abschnitte ein: kurze Tippphasen, keine langen, ununterbrochenen Tippvorgänge.
Gestalten Sie die Beratung so, dass sich Anamnese und Computernutzung nicht überschneiden.

⚠️ Der häufigste Fehler

Tippen während des Gesprächs mit dem Patienten ist bei Berufsanfängern weit verbreitet. Es vermittelt dem Patienten den Eindruck: „Meine Notizen sind wichtiger als das, was Sie gerade sagen.“ Die Lösung ist einfach: Hören Sie auf zu tippen, schauen Sie den Patienten an und hören Sie zu. Dann tippen Sie. Aber nicht gleichzeitig.

📢 Signalgebung: Verbal und nonverbal

Die Kunst, dem Patienten durch gezieltes Lenken der Aufmerksamkeit zu signalisieren, worauf man sich konzentriert, und sie dann wieder zurückzuholen, gelingt. Gelingt dies, erhält man die Beziehung zum Patienten aufrecht, selbst wenn man auf den Bildschirm schaut. Gelingt es nicht (oder gar nicht), fühlt sich jeder Moment am Computer wie eine Zurückweisung des Patienten an.

🗣️ Verbale Wegweisung

Dem Patienten erklären, was Sie tun:

  • „Ich werde mir das kurz notieren…“
  • „Ich werde das in Ihre Unterlagen aufnehmen.“
  • "Ich tippe das einfach mal ein, solange es noch frisch ist…"
  • „Ich muss nur kurz etwas in Ihren Notizen nachsehen – bitte haben Sie einen Moment Geduld.“
  • "Ich rufe Ihre letzten Blutwerte auf, damit wir sie uns gemeinsam ansehen können."
  • „Ich werde notieren, was wir beschlossen haben – so steht es dir auch beim nächsten Mal zur Verfügung.“

👁️ Nonverbale Signalgebung

Dem Patienten zeigen, was Sie tun:

  • Er wendet sich bewusst dem Bildschirm zu (und signalisiert damit den Szenenwechsel).
  • Nach dem Tippen wieder dem Patienten zuwenden (erneutes Interesse zeigen)
  • Vor der Fortsetzung des Gesprächs Augenkontakt herstellen.
  • Offene Körperhaltung auch beim Tippen
  • Kurzes Nicken beim Tippen, um zu zeigen, dass man noch zuhört.
  • Sich leicht vom Bildschirm zurücklehnen, um eine offene Körperhaltung beizubehalten

🟢 Das Rückfahrsignal

Das stärkste nonverbale Signal ist der Moment, in dem du umkehren Vom Bildschirm zum Patienten. Es bedeutet: „Ich war kurz abgelenkt und bin jetzt wieder ganz bei Ihnen.“ Üben Sie, dies bewusst und deutlich zu formulieren. Kombinieren Sie es mit einer kurzen Formulierung oder einer offenen Frage, und es wirkt fast nahtlos.

🎓 Der Calgary Cambridge Weg: Computerspezifische Fähigkeiten

Der Calgary Cambridge Guide to the Medical Interview gilt als Goldstandard für die Vermittlung von Kompetenzen in der hausärztlichen Beratung. Er erkennt den Computer ausdrücklich als Teil der Beratungsumgebung an. Hier sind die wichtigsten Hinweise speziell zur Computernutzung:

Calgary Cambridge PointWas es in der Praxis bedeutet
Nutzt Notizen/Computer auf eine Weise, die den Dialog oder das Verhältnis nicht beeinträchtigt. Ihre Computernutzung muss dem Beratungsgespräch dienen – und darf es nicht stören. Sobald das Tippen den Gesprächsfluss unterbricht, hören Sie auf zu tippen.
Verwendet verbale und nonverbale Signale, wenn die Aufmerksamkeit auf den Bildschirm gelenkt wird. Wenden Sie sich niemals stillschweigend dem Computer zu. Geben Sie den Schichtwechsel immer an – verbal, nonverbal oder beides.
Die Struktur der Konsultation wird so gesteuert, dass das Risiko minimiert wird, dass der Patient spricht, während seine Aufmerksamkeit auf den Bildschirm gerichtet ist. Seien Sie proaktiv. Nutzen Sie natürliche Pausen – nach einer Zusammenfassung, nach einer geschlossenen Frage – zum Schreiben. Nicht mitten im Text.
Wenn der Computer als Informationsquelle genutzt wird, sollte dies mit dem Patienten besprochen werden. „Würden Sie etwas dagegen haben, wenn ich das kurz nachschlage? Ich möchte sichergehen, dass ich Ihnen die richtigen Informationen gebe.“ Der Patient fühlt sich einbezogen, nicht ausgeschlossen.
Ermöglicht es dem Patienten, bei Bedarf Informationen vom Bildschirm vorzulesen. Der Bildschirm ist eine gemeinsame Ressource. Richten Sie ihn auf den Patienten. Zeigen Sie ihm die Ergebnisse. Teilen Sie ein Diagramm. Gestalten Sie die Interaktion kollaborativ.
Reagiert auf Patientensignale, auch während der Arbeit am Computer. Man darf sich nie so sehr aufs Tippen konzentrieren, dass man eine Veränderung im Tonfall, ein Zögern oder ein Warnsignal des Patienten übersieht. Die periphere Wahrnehmung muss stets aktiv bleiben.

🗂️ Strukturierung der Beratung rund um den Computer

Die besten Hausärzte haben gelernt, Reihenfolge Ihre Computernutzung – und zwar so, dass sie an Stellen im Beratungsgespräch einen Mehrwert bietet und möglichst wenig Störungen verursacht. Hier ist ein praktischer Rahmen:

+ Vorbereitung vor dem Eintreffen des Patienten
  • Geben Sie kurz den Grund für die Teilnahme und die letzten relevanten Einträge an.
  • Notieren Sie alle ausstehenden Ergebnisse, Medikamente oder Warnmeldungen, die relevant sein könnten.
  • Bitte prüfen Sie Ihre Problemliste, die Liste der aktiven Medikamente und die Allergien.
  • Dies dauert 60–90 Sekunden, kann aber während der Beratung selbst erhebliche Zeit sparen.
  • Ein gut vorbereiteter Arzt kann den Patienten während der Konsultation ansehen und muss nicht auf den Bildschirm starren, um grundlegende Informationen zu finden.
+ Während der Eröffnung – Minimale Computernutzung

Der Beginn des Beratungsgesprächs ist der entscheidendste Moment für die Beziehung. Hier wird Vertrauen aufgebaut oder zerstört. In der ersten Minute:

  • Halten Sie Augenkontakt – schauen Sie nicht auf den Bildschirm.
  • Ermöglichen Sie dem Patienten, seine Geschichte ohne Unterbrechung zu beginnen.
  • Nutzen Sie Ihre aktiven Zuhörfähigkeiten voll aus – der Computer kann warten.
  • Wenn Sie etwas dringend notieren müssen, tun Sie dies mit einer mündlichen Ankündigung: „Ich möchte nur kurz anmerken, dass…“
+ Während der Geschichtsaufzeichnung – Strategisches Tippen

Die Anamnese ist der Punkt, an dem die meisten Auszubildenden Schwierigkeiten haben. Sie versuchen, alles, was der Patient sagt, in Echtzeit zu tippen – und am Ende gelingt ihnen beides nicht richtig.

  • Machen Sie sich zunächst kurze Notizen im Kopf oder auf Papier und tippen Sie diese dann in natürlichen Pausen ein.
  • Tippen Sie erst, nachdem der Patient einen Abschnitt seiner Geschichte beendet hat – nicht mitten im Satz.
  • Verwenden Sie kurze verbale Hinweise, um die Computernutzung zu normalisieren: „Ich verfolge Ihre Geschichte – ich wollte nur anmerken, dass…“
  • Lernen Sie das Zehnfingersystem, falls Sie es noch nicht beherrschen – so können Sie sich besser auf den Patienten konzentrieren.
+ Während der Prüfung – Computerarbeit unterbrechen
  • Unterbrechen Sie das Tippen vollständig, während Sie den Patienten untersuchen.
  • Nach der Untersuchung die Ergebnisse zusammenfassen und gemeinsam notieren: „Ich möchte kurz festhalten, was ich festgestellt habe…“
  • Die mündliche Dokumentation der Befunde während der Untersuchung („Blutdruck 128/80“) funktioniert gut und hält den Patienten informiert.
+ Während der Erklärung und Verwaltung – Bildschirmfreigabe

Hier kann der Computer Ihr größter Verbündeter sein – vorausgesetzt, Sie nutzen ihn aktiv im Umgang mit dem Patienten:

  • Zeigen Sie dem Patienten seine Ergebnisse auf dem Bildschirm – die Drehung des Bildschirms zu ihm hin ist wirkungsvoll.
  • Zeigen Sie ein relevantes Diagramm oder eine Patienteninformation aus einer zugelassenen Quelle an.
  • Zeigen Sie dem Patienten die von Ihnen erstellten Sicherheitsmaßnahmen, damit er sie versteht.
  • Beziehen Sie den Patienten in die Dokumentation des vereinbarten Plans ein: „Ich schreibe auf, dass wir vereinbart haben, X vier Wochen lang auszuprobieren – stimmt das?“
+ Zum Abschluss – Endkontrolle
  • Füllen Sie das Beratungsprotokoll vollständig aus, bevor Sie fortfahren – kurze Notizen während der Beratung bedeuten, dass eine gründlichere Ausfüllung noch erforderlich ist.
  • Bitte prüfen Sie die Rezepte auf Richtigkeit, bevor Sie sie ausdrucken oder elektronisch versenden.
  • Stellen Sie sicher, dass die Anweisungen zum Anbringen der Sicherheitsnetze schriftlich festgehalten und nicht nur mündlich übermittelt werden.
  • Überprüfen Sie die Codierung – eine gut codierte Beratung macht Ihre Daten wertvoll für Audit- und Qualitätsverbesserungsarbeiten

✍️ Schriftliche Beratungsgespräche

Die Patientenakte ist sowohl ein klinisches Dokument als auch ein Kommunikationsmittel. In der britischen Allgemeinmedizin ist sie zudem ein juristisches Dokument. Was Sie schreiben – und wie Sie es schreiben – ist von enormer Bedeutung.

Der Aufbau eines guten Konsultationsprotokolls

KomponenteWas ist einzuschließenWarum es wichtig ist
Reklamation vorlegen Das Hauptanliegen des Patienten in seinen eigenen Worten oder eine kurze Zusammenfassung Erfasst die Tagesordnung auf einen Blick; legt rechtlich fest, warum sie teilgenommen haben.
Geschichte Hauptmerkmale, Dauer, relevante Vor- und Nachteile Bietet Kontext für Entscheidungen; unterstützt jede zukünftige medizinisch-rechtliche Überprüfung.
Untersuchung Relevante Ergebnisse (und relevante Negativbefunde) Zeigt klinisches Denkvermögen; relevante Negativbeispiele können genauso wichtig sein wie Positivbeispiele
Beurteilung/Eindruck Ihre Arbeitsdiagnose oder Differenzialdiagnose Zeigt klinisches Denkvermögen; unterstützt die Kontinuität der Versorgung
Hallenplan Was wurde vereinbart, vorgeschrieben, untersucht oder weitergeleitet? Umsetzbar; ermöglicht Nachverfolgung; erstellt eine gemeinsame Patientenakte.
Sicherheitsnetz Was wurde über Warnsignale, Nachverfolgung und Rückgabekriterien gesagt? Medizinisch-rechtlich kritisch; Dokumente belegen, dass angemessene Beratung erteilt wurde

🚨 Medizinisch-rechtlicher Hinweis: Was nicht schriftlich festgehalten ist, ist nicht geschehen.

Bei Beschwerden oder rechtlichen Überprüfungen von Arzt-Patienten-Beratungen kommt es vor allem auf die Dokumentation an. Aussagen wie „Ich habe es gesagt, aber nicht aufgeschrieben“ bieten kaum Schutz. Dokumentieren Sie stets alle Empfehlungen zu Sicherheitsmaßnahmen, die gemeinsame Entscheidungsfindung und jegliche wesentliche Unsicherheit bezüglich der Diagnose. Dies schützt sowohl Patient als auch Arzt.

🟢 Gute Programmierung = Gute Medizin

Genaues Lesen/SNOMED-Kodieren ist mehr als nur Bürokratie. Es ist die Grundlage für Qualitätsbewertungsrahmen (QOF), Krankheitsregister, Bevölkerungsgesundheitsmanagement und Audits. Ein korrekt kodierter Konsultationsbericht trägt zur Datenqualität Ihrer Praxis und zur langfristigen Versorgung Ihrer Patienten bei. Machen Sie es von Anfang an zur Gewohnheit.

🤝 Der Computer als gemeinsam genutzte Ressource

Bei sinnvoller Nutzung wird der Bildschirm zu einem Werkzeug, das die Beratung bereichert, anstatt sie zu stören. Hier einige Beispiele für eine gelungene gemeinsame Nutzung:

📊 Ergebnisse gemeinsam anzeigen

Richten Sie den Bildschirm auf den Patienten und besprechen Sie gemeinsam die Blutwerte oder das EKG. „Diese Zahl hier ist Ihr Cholesterinspiegel – Sie sehen, er ist seit der letzten Messung gesunken.“ Patienten empfinden dies als sehr ansprechend und es schafft Vertrauen.

📋 Gemeinsame Entscheidungsfindung

Zeigen Sie dem Patienten die in Betracht gezogenen Optionen. Manche Hausärzte öffnen dazu eine entsprechende Entscheidungshilfe des NICE auf dem Bildschirm und arbeiten diese gemeinsam mit dem Patienten durch. So wird aus einem Rezept eine gemeinsame Entscheidung.

🔍 Gemeinsam Dinge nachschlagen

„Ich möchte die aktuellsten Empfehlungen dazu prüfen – hätten Sie etwas dagegen, wenn ich kurz nachsehe?“ Der Patient empfindet Sie als gründlich und ehrlich, nicht als unsicher. Sie leben intellektuelle Bescheidenheit vor, anstatt sie zu verbergen.

📄 Patienteninformationsblätter

Zeigen Sie dem Patienten die Packungsbeilage auf dem Bildschirm, bevor Sie sie ausdrucken oder ihm zusenden. Besprechen Sie die wichtigsten Punkte gemeinsam, um sicherzustellen, dass er sie verstanden hat und nicht nur, dass er sie besitzt.

▶ Bradford VTS Trainingsvideos

Diese fünf Videos – vom YouTube-Kanal des Bradford VTS – vermitteln die wichtigsten Computerkenntnisse für die Beratungsgespräche. Sie sind zwar schon etwas älter, aber die Inhalte sind zeitlos und nach wie vor relevant für die Vorbereitung auf die SCA-Prüfung. Wie es auf der Originalseite heißt, sind die Botschaften einfach genial.

📺 So nutzen Sie diese Videos

Schauen Sie sich die Videos aktiv an – nicht passiv. Fragen Sie sich nach jedem Video: Was hat der Arzt im Umgang mit dem Computer gut gemacht? Was würde ich anders machen? Was kann ich morgen in der Klinik anwenden? Noch besser – schauen Sie sich die Videos gemeinsam mit Ihrem Trainer an und besprechen Sie, wie Sie den Calgary Cambridge-Leitfaden als Grundlage nutzen können.

▶ ️ Teil 1: Einführung & Raumvorbereitung

Teil 1 – Einführung in den Computer in der Beratung

Behandelt die Gründe, warum Computerkenntnisse in der Beratung wichtig sind, sowie die Grundprinzipien der Raumgestaltung und des Dreiecksmodells.

▶ ️ Teil 2: Beschilderungsfähigkeiten

Teil 2 – Verbale und nonverbale Signalgebung

Zeigt, wie man dem Patienten signalisiert, worauf die Aufmerksamkeit gerichtet ist – und sie wieder zurückführt. Wichtige Formulierungen werden in der Praxis demonstriert.

▶ ️ Teil 3: Das Problem der doppelten Aufmerksamkeit

Teil 3 – Aufmerksamkeitslenkung im Beratungsgespräch

Erforscht das Problem der doppelten Aufmerksamkeit und demonstriert Strategien zur Strukturierung der Konsultation, um den Konflikt zwischen Patientenorientierung und Computernutzung zu minimieren.

▶ ️ Teil 4: Bildschirm als gemeinsam genutzte Ressource

Teil 4 – Nutzung des Bildschirms als gemeinsame Ressource

Praktische Vorführungen zur Anzeige von Ergebnissen, Patienteninformationen und Entscheidungshilfen auf dem Bildschirm für den Patienten.

▶ ️ Teil 5: Gute vs. schlechte Computernutzung

Teil 5 – Alles zusammenfügen

Eine vergleichende Demonstration schlechter versus guter Computernutzung im selben Beratungsszenario – ideal für Tutorien unter Verwendung des Calgary Cambridge Beobachtungsleitfadens.

⚠️ Häufige Fallstricke und Schulungsfallen

Die Fehler, die immer wieder auftreten – in Konsultationen, in COTs und in der SCA.

🚫 Während der Beratungsgespräche

  • Tippen während des Gesprächs mit dem Patienten – die schädlichste Angewohnheit überhaupt.
  • Langes Schweigen an der Tastatur ohne jegliches Anzeichen
  • Die Schultern drehen sich beim Lesen des Bildschirms vom Patienten weg.
  • Über die Tastatur gebeugt sitzend – unbequem für Sie, isolierend für den Patienten
  • Versäumnis, nach einer Bildschirmzeit den Blickkontakt wiederherzustellen
  • Lesen der vorherigen Notizen im Die Konsultation wird so durchgeführt, als ob der Patient nicht anwesend wäre.

⚠️ In den Krankenakten

  • Unvollständige Datensätze – „Verlauf ansehen“ oder leere Felder
  • Keine dokumentierten Sicherheitsvorkehrungen
  • Keine Aufzeichnungen über gemeinsame Entscheidungsfindung
  • Unklare Diagnosen: „Infektion der oberen Atemwege – Antibiotika“ ohne Untersuchungsbefund.
  • Fehlende relevante negative Gründe, die eine Entscheidung gegen eine Überweisung rechtfertigen würden
  • Mangelhafte oder fehlende Codierung

😬 Im SCA-Kontext

  • Die SCA wird beobachtet – die Prüfer achten auf nonverbales Verhalten, einschließlich der Art und Weise, wie Sie den Computer bedienen (in der Praxis COTs).
  • Assistenzärzte, die während der Sprechstunde tippen, übersehen oft wichtige Signale – das Zögern des Patienten, einen veränderten Tonfall, einen Moment der Verzweiflung.
  • Manche Auszubildende nutzen den Computer als Ausweichaktivität, wenn ein Beratungsgespräch schwierig ist – sie tippen, anstatt die unangenehme Situation anzugehen.
  • Die COT/audioCOT-Beurteilung umfasst explizit nonverbale Fähigkeiten – mangelhafte Computerkenntnisse sind in der Videoanalyse erkennbar.

🟣 Was Trainer bemerken

  • Auszubildende, die die Dokumentation erst nach dem Verlassen des Patienten erstellen, liefern oft bessere Ergebnisse – dies ist jedoch in stark frequentierten Kliniken nicht immer möglich.
  • Die Qualität der Notizen spiegelt oft die Qualität der Beratung wider – eine mangelhafte Struktur in beiden Bereichen tritt häufig gemeinsam auf.
  • Auszubildende mit guten Tippfähigkeiten weisen paradoxerweise manchmal schlechtere Beratungsfähigkeiten auf – sie tippen schneller, tippen also mehr und schauen daher häufiger auf den Bildschirm.
  • Die besten Auszubildenden integrieren die Computernutzung so nahtlos, dass sie kaum auffällt – der Schlüssel liegt in klaren Anweisungen und einer durchdachten Struktur.

🗣️ Nützliche Beratungsformulierungen: Computerspezifisch

Natürliche Formulierungen, die Sie sofort anwenden können. Einmal lesen, in der Praxis verwenden. Sie sollten sich natürlich anfühlen – nicht einstudiert.

Wegweiser — Tippen
„Ich notiere mir das kurz, während Sie mir das erzählen…“
Wegweiser — Tippen
„Ich werde das in Ihre Unterlagen aufnehmen – machen Sie weiter, ich bin immer noch bei Ihnen.“
Wegweiser — Lesen
Einen Moment Geduld – ich möchte nur kurz etwas in Ihren Notizen nachsehen.
Bildschirmfreigabe
„Ich zeige Ihnen mal, was ich mir ansehe – können Sie dieses Ergebnis hier erkennen?“
Dinge nachschlagen
Ich möchte die aktuellsten Richtlinien dazu noch einmal überprüfen – hätten Sie etwas dagegen, wenn ich sie kurz nachschlage?
Nach der Untersuchung
„Gut – ich notiere mir kurz, was ich eben gefunden habe, damit wir es protokollieren können.“
Abschlussbericht
„Ich schreibe unseren Plan auf – so ist er auch für jeden Arzt, den Sie in Zukunft aufsuchen, verfügbar.“
Dokumentation zu Sicherheitsnetzen
„Ich werde die besprochenen Warnsignale notieren – sie sind also in Ihrer Akte und Sie können sie bei Bedarf über die App abrufen.“
Zurückkehrende Aufmerksamkeit
"Gut – das ist notiert. Sie sagten also…" [wendet sich wieder dem Patienten zu und stellt den Blickkontakt wieder her]
Wiederaufnahme des Engagements nach langer Aktenprüfung
„Entschuldigen Sie die Pause – ich musste erst einmal das Geschehene vom letzten Mal schildern. Erzählen Sie mir nun mehr über…“

🤖 KI in der Hausarztpraxis: Die neue Herausforderung

Von intuitiven Schreibern bis hin zu Reflexionswerkzeugen – was passiert, was kommt und was Auszubildende wissen müssen.

Ein Technologiewandel, der bereits begonnen hat

In den Jahren 2024 und 2025 revolutionierten KI-gestützte medizinische Dokumentationssysteme die Dokumentation in britischen Allgemeinpraxen – still und leise, aber rasant. Diese Tools, von denen Heidi Health derzeit das am weitesten verbreitete in der britischen Primärversorgung ist, hören sich die Konsultation in Echtzeit an und erstellen automatisch strukturierte klinische Notizen, Überweisungsschreiben und Behandlungspläne. Dies ist keine Zukunftstechnologie. Sie wird bereits täglich in Tausenden von Hausarztkonsultationen eingesetzt.

51%
Reduzierung des Dokumentationsaufwands während der Konsultation (Modality/Heidi-Studie, 2025)
61%
Erledigen Sie administrative Aufgaben außerhalb der regulären Arbeitszeit im selben Testlauf.
78%
Hausärzte in der Studie berichteten von einer besseren Patientenbeziehung durch den KI-gestützten Schreiber.
40%
Ungefährer Anteil der britischen Hausärzte, die derzeit KI-Tools nutzen (RCGP 2025)

🎙️ Wie KI-Schreiber funktionieren

Der Patient erteilt zu Beginn der Konsultation sein mündliches Einverständnis („Ich verwende ein KI-Tool, um unser Gespräch zu dokumentieren – ist das in Ordnung?“).
Die KI-gestützte Protokollantin (z. B. Heidi) hört die Beratung über ein Mikrofon mit – es werden keine Audioaufnahmen dauerhaft gespeichert.
Während oder unmittelbar nach der Konsultation wird automatisch ein strukturierter klinischer Bericht erstellt.
Der Arzt prüft, bearbeitet und genehmigt den Eintrag, bevor er in die Patientenakte aufgenommen wird.
Die Notiz wird direkt in EMIS oder SystmOne geschrieben – kein Kopieren und Einfügen erforderlich

⚠️ Nicht verhandelbar: Die Zustimmung des Arztes ist immer erforderlich.

KI-generierte Dokumentationen machen gelegentlich Fehler – sie lassen differenzierte Patientenkommentare aus, stellen klinische Schwerpunkte falsch dar oder erfinden mitunter etwas. Der Arzt muss jede KI-generierte Notiz überprüfen und bearbeiten, bevor sie in der Patientenakte gespeichert wird. Die KI erstellt den Entwurf; der Arzt ist für den endgültigen Inhalt verantwortlich. Dieses Prinzip ist absolut.

🔒 Governance, Einwilligung & Datenschutz

AnforderungWas das in der Praxis bedeutet
Einwilligung des Patienten Vor jeder Konsultation, bei der KI zum Einsatz kommt, ist eine mündliche Einwilligung erforderlich. Der Patient hat das Recht, die Anwendung ohne Nachteile abzulehnen. Ein einfacher Aushang im Wartezimmer unterstützt dies, ersetzt aber nicht die mündliche Einwilligung.
DTAC-Konformität Jedes verwendete KI-Tool muss die Bewertungskriterien für digitale Technologien des NHS erfüllen. Prüfen Sie, ob Ihr Tool im NHS-Register für zertifizierte Anbietertools (AVT) aufgeführt ist.
MHRA-Registrierung KI-Tools, die Konsultationen zusammenfassen, müssen als Medizinprodukte der Klasse I gemäß MHRA registriert sein. Heidi und Accurx Scribe sind beide registriert.
DSGVO / Britisches Datenschutzgesetz Die Audiodaten werden verarbeitet, aber nicht dauerhaft gespeichert. Alle Daten müssen in Großbritannien gehostet werden. Heidi, Tortus und Accurx Scribe erfüllen diese Anforderungen.
Datenschutz-Folgenabschätzung in der Praxis Ihre Praxis muss vor der lokalen Einführung eines KI-gestützten Schreibwerkzeugs eine eigene Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) durchführen.
NHSE-Leitfaden April 2025 NHS England veröffentlichte im April 2025 endgültige Leitlinien zum Ambient Scripting. Dies ist der maßgebliche nationale Rahmen für eine sichere Anwendung.

🤔 Sollten angehende Allgemeinmediziner KI zur Transkription von Konsultationsgesprächen einsetzen?

🏛 Bradford VTS Position: Nicht als Ersatzspieler – Erwirb die nötigen Fähigkeiten zuerst

Bradford VTS ist der Ansicht, dass angehende Allgemeinmediziner KI-gestützte Dokumentationsassistenten nicht als Ersatz für die Entwicklung ihrer eigenen Fähigkeiten zur Dokumentation von Konsultationen nutzen sollten – zumindest nicht, bis sie Kernkompetenzen sowohl im SCA als auch im selbstständigen Verfassen von Konsultationsberichten nachgewiesen haben.

Und zwar aus folgendem Grund: Die Art und Weise, wie ein Assistenzarzt seine Konsultationsberichte verfasst, spiegelt oft direkt sein klinisches Denken wider. Ein strukturierter, ordentlicher Bericht spiegelt in der Regel eine strukturierte, ordentliche Konsultation wider. Ein ungenauer, unvollständiger Bericht spiegelt hingegen meist ein ungenauer oder unvollständiger klinischer Denkprozess wider. Das Verfassen von Berichten ist keine bloße administrative Nebensache – es ist ein aktiver Bestandteil des Lernprozesses.

Wenn angehende Ärzte von Anfang an mit KI-gestützten Dokumentationsassistenten arbeiten, riskieren sie, wichtige Denkprozesse an eine Maschine auszulagern, bevor sie die zugrundeliegenden Fähigkeiten selbst entwickelt haben. Das Ergebnis ist eine Generation von Ärzten, die zwar mit KI-Unterstützung gute Dokumentationen erstellen können, aber ohne diese weder eine Konsultation noch eine Patientenakte strukturieren können. Das ist Abhängigkeit, keine Kompetenz.

Unsere Ansicht: Zuerst sollte man lernen, ohne Servolenkung zu fahren. Dann sollte man sie benutzen, denn warum sollte man es nicht tun? Das Schlüsselwort ist „dann“. Nutze Heidi erst, wenn du das kannst, was Heidi kann – dann wird sie dich beschleunigen, aber nicht tragen.

📖 Was sagt die Forschung?

Die Evidenzbasis speziell für KI-Schreiber in der Allgemeinmedizin Schulung Die Anwendung von KI in der hausärztlichen Versorgung befindet sich noch in der Entwicklung. Aktuelle Erkenntnisse – vorwiegend aus der Praxis qualifizierter Hausärzte und Krankenhäuser – belegen jedoch deutliche Vorteile hinsichtlich Effizienz, Dokumentationsaufwand und Wohlbefinden der Ärzte. Eine Umfrage des Royal College of General Practitioners (RCGP) aus den Jahren 2024–2025 ergab, dass bereits rund 40 % der Hausärzte KI-Tools nutzen und dadurch erhebliche Zeiteinsparungen erzielen.

Bislang gibt es jedoch nur wenige veröffentlichte Studien zum spezifischen Einfluss des frühen Einsatzes von KI-gestützten Dokumentationsassistenten auf die Entwicklung von Beratungs- und Dokumentationsfähigkeiten bei Medizinstudierenden. Die breitere pädagogische Literatur zeigt jedoch übereinstimmend, dass eine übermäßige Nutzung von KI-Tools vor dem Erwerb grundlegender Fertigkeiten die Kompetenzentwicklung beeinträchtigen kann (eine übermäßige Abhängigkeit von KI, die zu „Gedächtnisverlust“ und vermindertem Kompetenzerwerb führt, wurde in mehreren systematischen Übersichtsarbeiten im Bildungsbereich, darunter Springer IJETHE 2025, hervorgehoben).

Das pädagogische Prinzip ist gut etabliert, auch wenn die spezifischen Erkenntnisse zur Allgemeinmedizin noch etwas hinterherhinken: Werkzeuge sollten bereits erlernte Fähigkeiten ergänzen, nicht aber noch nicht erworbene Fähigkeiten ersetzen. Die Position von Bradford VTS steht im Einklang mit pädagogischer Theorie und klinischem Sachverstand.

✅ Der kluge Weg nach vorn: Heidi als Reflexionsinstrument

Hier ist etwas wirklich Aufregendes. Du können. Heidi Health als Praktikantin nutzen – aber als Instrument zur Reflexion und SelbstverbesserungEs handelt sich nicht um eine Dokumentationsabkürzung. Vielmehr ist dies eine der leistungsstärksten Lernanwendungen, die Auszubildenden heute zur Verfügung stehen.

🔍 Ansatz 1: Vergleiche deinen Text mit Heidis Text

Verfassen Sie selbst ein Protokoll Ihrer Beratung. Vergleichen Sie es anschließend mit Heidis Ergebnis. Was haben Sie übersehen? Was hat Heidi anders strukturiert? Wo haben Sie Ihre Argumentation in Ihren Notizen explizit dargelegt – und wo nicht? Dieser Vergleich ist aufschlussreich und oft im besten Sinne des Wortes demütigend.

📋 Ansatz 2: Füge deine Notizen in Heidi ein und bitte um Feedback

Falls Heidi während der Beratung gelaufen ist, füge deinen Text in den Chat ein und frage: „Wie könnte ich diesen Bericht verbessern?“ oder „Was habe ich in dieser Beratung übersehen?“ Du erhältst sofortiges, konkretes und umsetzbares Feedback – ohne auf dein Tutorial warten zu müssen.

💬 Anregungen zur reflektierenden Nutzung von Heidi

Nutzen Sie diese Hinweise in der Heidi-Chatoberfläche (oder einem anderen KI-Tool) nach einer Beratung. Seien Sie präzise – je mehr Kontext Sie liefern, desto hilfreicher ist das Feedback.

📝 Aufgabe 1: Überprüfen Sie Ihren Text
Hier ist mein Bericht über eine kürzlich stattgefundene Hausarztkonsultation [fügen Sie hier Ihre Konsultationsnotizen ein]. Bitte prüfen Sie diesen als Dozent für Allgemeinmedizin und teilen Sie mir Folgendes mit: 1. Was fehlt in diesen Notizen? 2. Was ist unklar oder vage? 3. Ist die Absicherung ausreichend dokumentiert? 4. Welche Kodierungsprobleme könnten sich aus diesem Eintrag ergeben? 5. Wie würden Sie diesen Bericht verbessern?
🎯 Aufgabe 2: Reflexion über Ihre Beratungsfähigkeiten
Hier ist ein Auszug aus meinem Hausarztgespräch [fügen Sie gegebenenfalls den Auszug aus Heidis Gespräch ein oder fassen Sie das Gespräch zusammen]. Bitte bewerten Sie mein Gespräch anhand der folgenden Punkte: 1. Wie gut bin ich auf die Vorstellungen, Sorgen und Erwartungen des Patienten eingegangen? 2. Wie empathisch war ich? Bitte geben Sie mir eine Punktzahl von 1 bis 10 und nennen Sie konkrete Beispiele. 3. Was habe ich in diesem Gespräch gut gemacht? 4. Was sind zwei oder drei Dinge, die ich beim nächsten Mal anders machen sollte? 5. Gab es Momente, in denen meine Ausdrucksweise unbeabsichtigt abweisend oder nicht patientenorientiert war?
🌐 Aufgabe 3: Überprüfen Sie Ihre Sprache auf Vorurteile und Mikroaggressionen
Bitte lesen Sie das folgende Beratungsprotokoll [Transkript einfügen]. Ich möchte gerne wissen: 1. Wie wenig konfrontativ war meine Sprache insgesamt? Nennen Sie mir bitte konkrete Beispiele für Formulierungen, die gut funktioniert haben. 2. Gab es Momente von Mikroaggression oder unbeabsichtigter Abweisung in meiner Ausdrucksweise? Seien Sie bitte direkt. 3. Habe ich irgendwelche Annahmen über diese Patientin/diesen Patienten getroffen? 4. Wie gut habe ich in Bezug auf inklusive und kultursensible Kommunikation abgeschnitten? 5. Nennen Sie mir bitte konkrete Beispiele für Formulierungen, die ich beim nächsten Mal anders verwenden könnte.
⏰ Aufgabe 4: Zeitmanagement und Beratungsstruktur
Hier ist eine Zusammenfassung meiner 10-minütigen Hausarztkonsultation [Zusammenfassung einfügen]. Bitte kommentieren Sie Folgendes: 1. Wie gut habe ich die Themen priorisiert? 2. Habe ich bestimmte Gesprächstechniken vernachlässigt oder ausgelassen? 3. Habe ich alle Bestandteile einer gut strukturierten Konsultation berücksichtigt? 4. Wie hätte ich die Zeit effektiver nutzen und gleichzeitig die Qualität aufrechterhalten können?

📂 Sollten Auszubildende KI für E-Portfolio-Einträge nutzen?

Eine Frage, die es wert ist, gestellt – und ehrlich beantwortet – zu werden.

🏛 Bradford VTS Position: Ja – Aber zum Nachdenken, nicht zum Schreiben

Die kurze Antwort lautet: Ja, Auszubildende sollten KI zur Unterstützung bei den Einträgen in ihrem E-Portfolio nutzen – aber nicht, um diese zu schreiben.

Hier liegt der entscheidende Unterschied: Der Wert eines Eintrags im FourteenFish-ePortfolio liegt nicht in den geschriebenen Worten, sondern im Denkprozess, der diese Worte hervorbringt. Die Entscheidung, worüber man schreiben möchte, die Identifizierung eines Lernbedarfs, die Auseinandersetzung mit der eigenen Reaktion auf eine klinische Situation und die Formulierung des sich entwickelnden Verständnisses – all das schafft berufliche Weiterentwicklung. Wenn eine KI dies für Sie übernimmt, erscheinen zwar die Worte auf dem Papier, aber der Lernprozess findet nicht statt.

KI kann Auszubildenden wirklich wertvoll helfen. think Es regt zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Beitrags an. Es kann Reflexionen fördern, relevante Kompetenzen des RCGP identifizieren, neue Perspektiven aufzeigen und oberflächliche Einträge hinterfragen. Es sollte jedoch niemals den Beitrag anstelle der eigenen Überlegungen des Teilnehmers erstellen.

👥 Die Verantwortung eines Trainers

Das betrifft nicht nur die Teilnehmenden. Auch die Ausbilder müssen geschult werden. Der sinnvolle Einsatz von KI im E-Portfolio-Bereich erfordert von den Ausbildern ein Verständnis dafür, wie gute KI-gestützte Reflexion aussieht – damit sie diese unterstützen und erkennen können, wenn ein Teilnehmender die KI als Ghostwriter statt als Sparringspartner nutzt. Dies ist ein legitimes Feld der Ausbilderentwicklung für 2025 und darüber hinaus.

💬 Anregungen für die KI-gestützte Reflexion des E-Portfolios

💭 Aufgabe 1: Das Thema für einen Text auswählen
Ich bin Assistenzärztin in der Allgemeinmedizin und fülle gerade einen Eintrag in meinem Lerntagebuch für mein FourteenFish-ePortfolio aus. Heute habe ich eine Patientin mit [klinische Präsentation kurz beschreiben] gesehen. Folgendes ist passiert: [Beschreiben Sie Ihre Vorgehensweise und was die Situation interessant oder herausfordernd machte]. Helfen Sie mir bitte, Folgendes zu identifizieren: 1. Die wichtigsten Lernpunkte aus dieser Begegnung. 2. Welchen Kompetenzen des Royal College of General Practitioners (RCGP) könnte dies entsprechen? 3. Welche Reflexionsfragen sollte ich mir zu diesem Fall stellen? 4. Was sollte ich beim nächsten Mal anders machen?
📈 Aufgabe 2: Eine oberflächliche Reflexion vertiefen
Hier ist ein Entwurf für einen Eintrag in meinem Lerntagebuch für mein FourteenFish-ePortfolio: [Ihren Entwurf einfügen]. Bitte reflektieren Sie diesen Eintrag kritisch. Sagen Sie mir: 1. Wo ist diese Reflexion zu oberflächlich oder beschreibend statt wirklich reflektierend? 2. Welche Fragen sollte ich mir zu meinen eigenen Werten, Annahmen oder meinem klinischen Denken stellen? 3. Was würde diesen Eintrag aussagekräftiger und wertvoller machen? 4. Gibt es relevante Inhalte des RCGP-Curriculums, die ich berücksichtigen sollte? Hinweis: Ich möchte meinen eigenen Eintrag verbessern – bitte schreiben Sie ihn nicht für mich um. Geben Sie mir lediglich Anregungen für meine Überlegungen.
🗂 Aufgabe 3: Zuordnung von Belegen zu Fähigkeiten
Ich habe die folgende klinische Aktivität abgeschlossen [Beschreibung einfügen]. Ich möchte diese als Nachweis in meinem FourteenFish-ePortfolio verwenden. Bitte helfen Sie mir, folgende Punkte zu klären: 1. Welche der 13 RCGP-Kompetenzen wird durch diese Aktivität am deutlichsten belegt? 2. Wie kann ich meine Lernerfolge in Bezug auf diese Kompetenzen darstellen? 3. Welche zusätzlichen Nachweise könnte ich sammeln, um diesen Bereich zu stärken? 4. Zeigt diese Erfahrung Lücken in meiner Ausbildung auf, die ich in meinem PDP (Personal Development Plan) berücksichtigen sollte?

📚 Sollten Auszubildende KI zur Wiederholung nutzen?

Absolut – dies ist möglicherweise das mit Abstand leistungsstärkste Überarbeitungstool, das Ihnen derzeit zur Verfügung steht.

🚀 Das Lernpotenzial ist außergewöhnlich

Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin: KI-gestützte Tutorsysteme erzielen – in Kombination mit aktiver Beteiligung, verteiltem Lernen und gezieltem Üben – deutlich höhere Lernerfolge als passive Lernmethoden. Studien belegen durchweg signifikante Verbesserungen im Behalten und in der Leistung im Vergleich zu statischen Lehrbüchern oder dem alleinigen Lesen. Intelligente Tutorsysteme zählen somit zu den effektivsten verfügbaren Bildungsinterventionen (Frontiers in Education, 2025; Springer 2025).

Für einen angehenden Allgemeinmediziner bedeutet dies Folgendes: Eine gut angeleitete KI-gestützte Wiederholungssitzung ist effektiver als das fünfte Mal dieselbe Seite zu lesen. Die KI kann Ihnen Fragen stellen, Sie abfragen, die Begründung für Antworten erklären, Ihre Missverständnisse in Echtzeit korrigieren, sich an Ihr Niveau anpassen und auf Anfrage völlig neue Übungsszenarien erstellen.

📌 Zwei wichtige Vorbehalte

1. Die KI muss verifiziert werden. Überprüfen Sie alle klinischen Fakten, Verschreibungsinformationen oder Leitlinieninhalte anhand des NICE CKS oder des BNF. KI-gestützte Lernprogramme können gelegentlich Fehler machen, insbesondere bei bestimmten Schwellenwerten oder kürzlich aktualisierten Leitlinien. Nutzen Sie KI-Inhalte als Ausgangspunkt für die aktive Informationssuche – nicht als endgültige klinische Quelle.

2. Die Auszubildenden benötigen eine Schulung im Umgang mit KI zur Lernfortschrittskontrolle. Dies ist eine echte Fähigkeit. Passive KI-Nutzung („Erkläre mir dieses Thema“) ist weniger effektiv als aktive KI-Nutzung („Stelle mir Fragen, überprüfe mein Verständnis, hinterfrage meine Argumentation“). Die folgenden Aufgaben dienen dazu, die aktive Nutzung zu vermitteln.

🔥 KI-gestützte Hilfestellungen für die AKT-Wiederholung

Diese Aufgaben nutzen aktives Lernen – Quiz, Herausforderung und verteilte Wiederholungsstrategien. Sie können in Claude, ChatGPT oder einem anderen geeigneten KI-Tool verwendet werden.

📝 AKT-Aufgabe 1: Themenbezogenes Quiz
Sie sind ein erfahrener RCGP AKT-Prüfer. Ich bin Assistenzarzt in der Allgemeinmedizin und bereite mich auf die AKT-Prüfung vor. Stellen Sie mir Fragen zu [THEMA – z. B. Bluthochdruckmanagement, Typ-2-Diabetes, Verhütung]. Format: 5 Multiple-Choice-Fragen mit jeweils 5 Antwortmöglichkeiten und einer richtigen Antwort, auf AKT-Schwierigkeitsgrad. Erklären Sie nach jeder beantworteten Frage, warum die richtige Antwort korrekt ist UND warum die jeweilige falsche Antwort falsch ist. Konzentrieren Sie sich dabei auf leitlinienspezifische Grenzwerte, die Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitlinientherapie sowie typische Fehlerquellen bei Multiple-Choice-Fragen zu diesem Thema. Beginnen Sie mit Frage 1.
⚡ AKT-Frage 2: Schnellfeuer-Fakten mit hohem Ertrag
Nennen Sie mir die 10 am häufigsten abgefragten Fakten zum Thema [THEMA]. Format: „Wichtige Tatsache: [Fakt] – Warum wird er abgefragt: [Kurze Erklärung, warum Prüfer diese Frage besonders schätzen]“. Fügen Sie alle kürzlich aktualisierten NICE-Richtlinien hinzu, die die richtige Antwort zu diesem Thema verändert haben. Nennen Sie konkrete Zahlen, Schwellenwerte und die wichtigsten Antwortmöglichkeiten. Stellen Sie mir dann nacheinander Fragen zu diesen 10 Fakten – warten Sie meine Antwort ab, bevor Sie die richtige Antwort preisgeben.
🕳️ AKT-Aufgabe 3: Wissenslücken aufdecken
Ich werde 10 Schnellfragen zum Thema [THEMA] beantworten, ohne etwas nachzuschlagen. Stellen Sie mir bitte nacheinander alle Fragen. Geben Sie mir anschließend eine persönliche Zusammenfassung mit folgenden Punkten: 1. Welche Bereiche ich richtig beantwortet habe. 2. Welche Wissenslücken sich aus meinen falschen Antworten ergeben. 3. Welche NICE-Leitlinien ich lesen sollte, um diese Lücken zu schließen. 4. Drei Eselsbrücken oder Merkhilfen, die mir helfen könnten, mir die falsch beantworteten Fragen zu merken. Beginnen Sie jetzt mit Frage 1.
🔄 AKT-Aufgabe 4: Wiederholungsübung
Ich habe letzte Woche [THEMA] gelernt. Jetzt möchte ich mein Wissen überprüfen. Bitte stellen Sie mir 8 Fragen zu folgenden Punkten: – Schwellenwerte und Auslösewerte (z. B. Blutdruck-Zielwerte, HbA1c-Zielwerte, Cholesterin-Grenzwerte) – Erstlinien- vs. Zweitlinienbehandlung – Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen – Überwachungsanforderungen. Nachdem ich alle 8 Fragen beantwortet habe, teilen Sie mir bitte mit, was ich gut behalten habe und was ich noch einmal lernen muss. Beginnen Sie mit Frage 1.

🎯 KI-gestützte Hilfestellungen zur SCA-Überarbeitung

Nutzen Sie diese, um Ihre Beratungsfähigkeiten zu trainieren, Feedback zu Ihrer Vorgehensweise zu erhalten und schwierige SCA-Szenarien zu erkunden.

🎭 SCA-Aufgabe 1: Rollenspielberatung
Sie sind Patient/Patientin in einer Hausarztpraxis. Ich bin Assistenzärztin in Weiterbildung zur Allgemeinmedizinerin und absolviere ein Praktikum im Rahmen des SCA-Programms. Das Szenario ist folgendes: [Beschreiben Sie das Szenario – z. B.: „Sie sind eine 45-jährige Frau und leiden seit 6 Wochen unter gedrückter Stimmung. Sie befürchten, dass es sich um etwas Ernsteres handeln könnte, haben dies aber noch nicht ausgesprochen. Sie machen sich auch Sorgen wegen der Nebenwirkungen Ihrer Medikamente.“] Beginnen Sie das Gespräch aus der Perspektive der Patientin. Bleiben Sie während des gesamten Gesprächs in dieser Rolle. Wenn ich „STOP – Feedback bitte“ signalisiere, verlassen Sie Ihre Rolle und geben Sie mir detailliertes Feedback zu folgenden Punkten: 1. Wie gut ich Ihre ICE-Skala (Intensiv- und Notfallfragebogen) angewendet habe. 2. Wie empathisch ich war – mit konkreten Beispielen. 3. Was ich gut gemacht habe. 4. Was ich anders machen sollte. 5. Was im SCA-Programm konkret Punkte gebracht hätte. Bereit? Ich beginne: [Geben Sie Ihre Einleitung ein.]
🔑 SCA-Aufgabe 2: Nachbesprechung eines Szenarios mit hohem Ertrag
Ich habe soeben eine Übungskonsultation im Rahmen der SCA-Prüfung zum Thema [Szenariobeschreibung] abgeschlossen. Mein Vorgehen war wie folgt: [Beschreibung Ihres Vorgehens]. Bitte geben Sie mir als erfahrener RCGP-SCA-Prüfer Feedback: 1. Was hätte gut bewertet werden können? 2. Wofür hätte ich Punktabzug erhalten? 3. Worauf habe ich geachtet, worauf Prüfer bei dieser Art von Fall besonders achten? 4. Wie sollte ich bei einem solchen Szenario anders vorgehen? 5. Was sind die drei wichtigsten Aspekte bei jeder Konsultation dieser Art?
💬 SCA-Aufgabe 3: Schwierige Gespräche üben
Unterstützen Sie mich dabei, den Umgang mit einer schwierigen Beratungssituation für die SCA zu üben. Das Szenario ist folgendes: [z. B. „Ein Patient ist verärgert, weil er das Gefühl hat, zu lange auf eine Überweisung warten zu müssen. Er erhebt die Stimme.“] Nennen Sie mir drei verschiedene Reaktionsmöglichkeiten – von der am wenigsten bis zur am effektivsten. Erklären Sie anschließend, was die effektivste Reaktion ausmacht und wie ich sie an verschiedene Patienten anpassen kann. Spielen Sie dann die Rolle des Patienten, um selbst das Reagieren zu üben.
🗣️ SCA-Aufgabe 4: Sicherheitsnetz-Praxis
Bitte üben Sie mit mir die Anwendung des Sicherheitsnetzes anhand des folgenden klinischen Szenarios: [beschreiben Sie es]. Erklären Sie zunächst die wichtigsten Punkte des Sicherheitsnetzes für diese Präsentation. Spielen Sie dann die Rolle des Patienten und bitten Sie mich, Ihnen das Sicherheitsnetz vorzustellen. Beantworten Sie anschließend bitte folgende Fragen: 1. Habe ich alle wesentlichen Punkte erwähnt? 2. War meine Sprache klar und verständlich für den Patienten? 3. Habe ich ausreichend genau erklärt, wann man wiederkommen soll und worauf zu achten ist? 4. Welche Punkte hätten in der SCA-Bewertung (Self-Critical Assessment) Punkte eingebracht?

🟣 Für Trainer: Vermittlung von Kompetenzen in der computergestützten Beratung

Wie man dies in Tutorien und gemeinsamen Operationen beurteilt, weiterentwickelt und bespricht.

🟣 Lehrperlen für Ausbilder und TPDs

Häufige blinde Flecken bei Auszubildenden

  • Die meisten Auszubildenden merken erst, wie viel Zeit sie vor dem Bildschirm verbringen, wenn sie sich selbst auf Video sehen.
  • Schnelle Tipper haben oft schlechtere Bildschirmgewohnheiten als langsame Tipper – ihre flüssige Tippweise macht sie unüberlegter.
  • Auszubildende mit chirurgischem Hintergrund oder aus Fachrichtungen, in denen Computer in Konsultationen keine Rolle spielten, finden dies oft am schwierigsten.
  • Internationale Medizinstudierende (IMGs) haben möglicherweise völlig unterschiedliche Beratungsumgebungen kennengelernt – manche haben überhaupt noch nie mit einem Computer beraten.

Tutorial-Ideen

  • Übung zur Videoanalyse: Schauen Sie sich gemeinsam ein COT-Video an und nutzen Sie dabei gezielt die Computerhinweise des Calgary Cambridge-Reiseführers – zählen Sie die Wegweiser, identifizieren Sie die übersehenen Hinweise.
  • Vergleichsübung: Bitten Sie den Praktikanten, zwei Beratungsgespräche schriftlich festzuhalten – eines unmittelbar nach der Untersuchung des Patienten, das andere eine Stunde später aus dem Gedächtnis. Vergleichen Sie die Qualität der Berichte. Besprechen Sie, was dies über die Struktur des Beratungsgesprächs aussagt.
  • Die 30-Sekunden-Regel: Bitten Sie den Auszubildenden, in den nächsten fünf Beratungsgesprächen die Zeit zu stoppen, die er ohne Hinweisschilder vor dem Bildschirm verbringt. Die Ergebnisse sind meist überraschend.
  • Die Noten als Spiegel: Besprechen Sie die Konsultationsnotizen des Praktikanten mit ihm – bitten Sie ihn, Ihnen die Konsultation anhand seiner Aufzeichnungen zu erläutern. Lücken und Unklarheiten in den Notizen spiegeln in der Regel Lücken in der Konsultation selbst wider.

Reflexionsfragen für Auszubildende

  • „Schauen Sie sich Ihr COT-Video noch einmal an – zählen Sie, wie oft Sie länger als 10 Sekunden auf den Bildschirm geschaut haben, ohne dass Sie ein Hinweisschild benutzt haben. Wie viele sind es?“
  • „Wenn Sie Ihre Aufzeichnungen von dieser Konsultation durchsehen – spiegelt das Protokoll den Verlauf der Konsultation wider? Könnte ein anderer Arzt verstehen, was geschehen ist und warum Sie diese Entscheidungen getroffen haben?“
  • „Wie gehen Sie beim Tippen vor, wenn ein Patient mitten in einer Erzählung ist? Erklären Sie mir das bitte genauer.“
  • „Können Sie sich an eine Beratung erinnern, bei der Ihnen der Computer geholfen hat – bei der Sie den Bildschirm aktiv genutzt haben, um einen Mehrwert zu schaffen? Was haben Sie getan?“
  • „Sie haben Heidi in der Klinik eingesetzt – was hat Ihnen der Vergleich Ihrer Notizen mit dem KI-Transkript über Ihre Beratungsgespräche gelehrt?“

Das KI-Gespräch mit Ihrem Auszubildenden

  • Führen Sie frühzeitig im Praktikum ein offenes Gespräch über KI-gestützte Schreiber – was sie sind, wann sie angebracht sind und welche Position Bradford VTS zu ihrem Einsatz in der Ausbildung vertritt.
  • Erwägen Sie, Heidi den Auszubildenden, die bereit sind, reflektierend vorzustellen – nutzen Sie dabei die Reflexionsanregungen auf dieser Seite als Anleitung.
  • Die Trainer selbst sollten mit Heidi und ähnlichen Tools vertraut sein – es ist nicht mehr akzeptabel, mit der Technologie, die ihre Teilnehmer verwenden oder bald verwenden werden, völlig unvertraut zu sein.
  • Erörtern Sie den Unterschied zwischen KI als Krücke und KI als Werkzeug – Auszubildende müssen dies klar verstehen, um selbstständig gute Entscheidungen treffen zu können.

🔥 AKT High-Yield-Tipps

Der Computer selbst wird in der Beratung wahrscheinlich nicht direkt als Thema der AKT-Konferenz auftauchen – die damit verbundenen Themen Datenschutz, DSGVO, Einwilligung und Patientenakten hingegen schon.

🔥 AKT High-Yield: Daten, Aufzeichnungen & Einwilligung

  • DSGVO und das britische Datenschutzgesetz 2018 — Patienten haben ein Recht auf Einsicht in ihre Akten; das Recht auf Löschung von Krankenakten ist eingeschränkt (in der Regel gilt eine Ausnahme aus Gründen des öffentlichen Interesses).
  • Die Patientenakten des Hausarztes werden lebenslang aufbewahrt. („kontinuierlich für einen lebenden Patienten“ – NHS-Verhaltenskodex für die Aktenverwaltung 2021; NHS England-Leitfaden für Hausarztakten) – sie begleiten den Patienten sein ganzes Leben lang und werden nicht routinemäßig vernichtet, solange der Patient lebt.
  • Krankenhaus-/Sekundärversorgungsakten: Mindestens 8 Jahre für Erwachsene nach der letzten Behandlung; Kinder/Jugendliche – Aufbewahrung bis zum 25. Geburtstag (oder 26., wenn sie bei Behandlungsende 17 Jahre alt waren); Akten zur psychischen Gesundheit – 20 Jahre nach dem letzten Kontakt (oder 8 Jahre nach dem Tod, falls dieser früher eintritt)
  • Auskunftsersuchen von betroffenen Personen (SAR) — muss innerhalb eines Monats erfüllt werden (bei komplexen Anfragen kann die Frist um zwei weitere Monate verlängert werden)
  • Informationsverwaltung — Die Caldicott-Prinzipien regeln die Verwendung von Patientendaten durch den NHS; es gibt mittlerweile 8 Prinzipien (aktualisiert 2020, um die „Pflicht zur Weitergabe“ als Prinzip 8 hinzuzufügen).
  • Lesen/SNOMED-Codierung — Genauigkeit ist wichtig für QOF, Krankheitsregister und das öffentliche Gesundheitswesen; Kodierungsfehler können die Patientenversorgung beeinträchtigen.
  • Patientenrechte auf Einsicht in die Akten — Hausarzt-Informationssysteme (z. B. SystmOne, EMIS) ermöglichen den direkten Zugriff auf Patientenakten; Patienten können beantragen, dass Einträge als vertraulich gekennzeichnet werden.
  • KI-Tools in der Primärversorgung des NHS — Muss DTAC-konform und MHRA-registriert sein, wenn Zusammenfassungen erstellt werden; der Arzt ist stets für die endgültige Patientenakte verantwortlich.
  • Informationen Dritter in den Aufzeichnungen — Informationen, die von einem Dritten über einen Patienten bereitgestellt werden, dürfen dem Patienten nicht zugänglich gemacht werden, wenn der Dritte ohne dessen Einwilligung identifiziert werden könnte.

🎯 SCA-Hochertragstipps

Wie sich der Umgang mit Computern – und die damit verbundenen Fähigkeiten – in der SCA-Performance niederschlägt.

🎯 SCA High-Yield: Computerberatungskompetenzen

🚩 Warnsignale, die Sie in der SCA nicht übersehen dürfen

  • Die COT-Beurteilung (Consultation Observation Tool) umfasst explizit nonverbale Fähigkeiten – mangelhafte Computerkenntnisse sind in der Videoanalyse erkennbar.
  • Jeder Moment, in dem Sie durch Tippen nicht auf ein Patientensignal reagieren können, birgt das Risiko eines Punktverlusts.
  • Das Versäumnis, ein Sicherheitsnetz einzurichten – und das Versäumnis, die Einrichtung eines solchen Sicherheitsnetzes zu dokumentieren – wird beide bewertet.

💡 Was Prüfer gerne sehen

  • Flüssige, natürliche verbale Signalgebung bei der Computernutzung – das zeugt gleichzeitig von Aufmerksamkeit und Kommunikationsfähigkeit.
  • Der Bildschirm dient als gemeinsame Informationsquelle – er zeigt dem Patienten seine Ergebnisse und bespricht gemeinsam die verschiedenen Optionen.
  • Klare, strukturierte Konsultationsnotizen, die dieselbe Struktur wie die Konsultation selbst aufweisen.
  • dokumentierte Sicherheitsvorkehrungen und dem Patienten ausdrücklich mitgeteilt
  • Gemeinsame Entscheidungsfindung, die sich sowohl in der verbalen Interaktion zeigt. und die schriftlichen Aufzeichnungen

⚠️ Häufige Fehler von Kandidaten in beobachteten Beratungsgesprächen

  • Das Tippen während der Erzählung des Patienten führt dazu, dass wichtige Signale übersehen werden und die Beziehung zum Patienten sichtbar im Video gestört wird.
  • Lange Phasen der Stille an der Tastatur ohne jegliche Hinweise
  • Unzureichende oder unklare Notizen nach einer ansonsten guten Beratung – auch Notizen werden bewertet
  • Vergessen, sich nach einer Bildschirmzeit wieder dem Patienten zuzuwenden
  • Den Computer als Vermeidungsstrategie in schwierigen Beratungsgesprächen nutzen – tippen, anstatt sich dem aktuellen Thema zu stellen.

🎯 SCA-Beratungsperle

Der Computer sollte unsichtbar sein. Die beste Beratung ist die, bei der der Patient den Computer kaum bemerkt – weil Ihre Gesprächsführung so flüssig und Ihre Antworten so natürlich sind, dass es sich wie ein nahtloses Gespräch anfühlt. Das ist der Standard, den es anstreben sollte. Es braucht Übung. Fangen Sie jetzt an zu üben.

✅ Wichtigste Erkenntnisse

  • Der Computer ist die dritte Instanz in jeder Arztkonsultation – steuern Sie ihn bewusst, sonst steuert er Sie.
  • Streben Sie ein gleichseitiges Dreieck an: Arzt, Patient und Bildschirm in gleichen Abständen zueinander.
  • Sie können nicht gleichzeitig dem Bildschirm und dem Patienten Ihre volle Aufmerksamkeit schenken – gestalten Sie Ihre Konsultation so, dass dieser Konflikt vermieden wird.
  • Verbale Signale („Ich notiere mir das kurz…“) und nonverbale Signale (sich umdrehen, Blickkontakt wiederherstellen) sind erlernbare Fähigkeiten – üben Sie sie, bis sie automatisch ablaufen.
  • Ihre Konsultationsnotizen sind sowohl ein klinisches Dokument als auch ein Spiegelbild Ihres klinischen Denkens – nutzen Sie sie sinnvoll.
  • KI-gestützte Dokumentationsassistenten revolutionieren die Dokumentation in britischen Allgemeinpraxen – 51 % weniger Dokumentationszeit, 78 % der Hausärzte berichten in großen Studien von einem besseren Patientenverhältnis.
  • Bradford VTS ist der Ansicht, dass Auszubildende ihre Beratungskompetenzen erst erlernen sollten, bevor sie KI zur Abkürzung nutzen – erst Autofahren lernen, dann Servolenkung benutzen.
  • Dennoch ist die reflektierende Anwendung von Heidi Health – also der Vergleich der eigenen Notizen mit dem KI-Transkript und das Einholen von Feedback zur Beratung – eines der wirkungsvollsten Lerninstrumente, die Auszubildenden heute zur Verfügung stehen.
  • KI für E-Portfolios: Nutzen Sie sie zum Nachdenken, nicht zum Schreiben. Lenken Sie Ihre Reflexion, lagern Sie sie nicht aus.
  • KI zur Lernvorbereitung: Bei aktiver Nutzung transformativ. Die Anregungen auf dieser Seite sind Ihr Ausgangspunkt.
  • Unabhängig davon, welche KI-Tools Sie verwenden – überprüfen Sie die klinischen Inhalte stets anhand der NICE CKS oder des BNF. KI kann Fehler machen. Die Verantwortung für die endgültige Dokumentation liegt bei den behandelnden Ärzten.

Nutzung des Computers in der Beratung

Computereinsatz in der Sprechstunde – Teil 1

Computereinsatz in der Sprechstunde – Teil 2

Computereinsatz in der Sprechstunde – Teil 3

Computereinsatz in der Sprechstunde – Teil 4

Computereinsatz in der Sprechstunde – Teil 5

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